Herstellung unserer kaltgerührten Naturseifen

 

In unserer Seifensiederei werden die Seifen im Kaltverfahren hergestellt. Das bedeutet, dass Öle, Fette, Wachse1 und Lauge bei Temperaturen zwischen 30° C und 40° C verarbeitet werden. Dies ist die schonendste Methode um Seife herzustellen.

Die Fette, Öle und Wachse werden mit einer genau abgemessene Menge an Natronlauge verrührt, welche sich aus der Verseifungszahl2 berechnet. Man nennt dieses Verfahren Seifensieden, die chemische Reaktion Verseifung. Dabei werden die Fette/Öle in Glycerin und in die Alkalisalze der Fettsäuren (die eigentliche Seife) zerlegt.

Um eine pflegende Wirkung zu erzielen, soll eine unvollständige Verseifung der verwendeten Fette und Öle3 erreicht werden. Das heißt, dass prozentual etwas weniger Natronlauge verwendet wird, als für die Komplettverseifung nötig wäre. Da die verwendeten Rohstoffe natürlichen Schwankungen unterliegen, wird die Überfettung nur grob angegeben, so wie „ca. 7 % Überfettung“. Unsere Seifen sind mit ca. 7% überfettet.

Für die Farbgebung verwenden wir natürliche Stoffe wie Tonerden, Indigo, Kakaopulver und Titandioxid. Nur die Farbe Rot wird mit einem Lebensmittelfarbstoff erzielt. Für die Duftgebung verwenden wir ätherische Öle und speziell für die Seifensiederei entwickelte Parfümöle. Außerdem kommen bei einigen unserer Seifen noch Zutaten wie Hafermehl, Honig, Kaffeepulver oder Blüten hinzu.

Unsere Seifen werden typischerweise als Seifenleim in Blockformen gegossen und nach der Aushärtung in Stücke geschnitten. Manche werden aber auch in Silikonformen als Einzelstücke gegossen, so wie unsere "Schnappenberg".

Nach dem Ausformen müssen die fertigen Seifen ca. 4 – 6 Wochen reifen, bevor sie verwendet werden können. Dabei entwickeln sich Milde und Schaumqualität. Mit der Zeit wird handgemachte Seife leichter, da auch nach dem Reifeprozess weiter Wasser verdunstet. Doch je länger die Seife lagert und je trockener sie wird, desto ergiebiger ist sie.

Da bei handgemachten Seifen, die nicht beduftet werden, auf allergene Bestandteile wie künstliche Konservierungsmittel, Duftstoffe und Tenside verzichtet wird, sind sie oftmals für Allergiker eine Alternative zu industriellen Seifen oder Duschgels.

Peelingseifen, wie z. B. unserer Duschseife "Schnappenberg" mit Hafermehl oder unsere Handwaschseife "Kendlmühlfilze" mit Kaffeepulver, entfalten ihre Wirkung am besten, wenn man den Körper mit dem nassen Seifenstück sanft abreibt.

 

Seife muss nach jedem Einsatz immer gut abtrocknen,damit sie nicht weich und ranzig wird und um die Ergiebigkeit zu erhöhen!

(Am besten verwenden Sie Seifenschalen aus Gitterstäben oder mit vielen Schlitzen, damit die Seife nicht im Wasser liegt)

Seife immer kühl und trocken lagern!

 

1) Wachse: z. B. Jojobaöl

2) Verseifungszahl: Die Menge an Natronlauge, die benötigt wird, um eine bestimmte Menge an Ölen, Fetten oder Wachsen komplett zu verseifen

3) Unvollständige Verseifung der verwendeten Fette/Öle: Dies wird Überfettung genannt

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